Bitcoin, Ethereum und Co. sind in der Gesellschaft noch nicht angekommen, trotzdem investieren immer mehr Kleinanleger und auch große Banken in digitale Währungen. Um den Zeitgeist zu treffen, sollten also eventuell E-Commerce Händler, Kryptowährungen, als Zahlungsmittel akzeptieren?

In einem wirtschaftlich stabilen Land, wie Deutschland, besteht erstmal kein Bedarf an etwaigen Parallelwährungen neben dem Euro. Für die meisten Händler, heißt das meist nur weitere Belastungen, wie das tragen von Kurs- und Kostenrisiko. Zahlt ein Kunde in Kryptowährung, muss das Unternehmen diese genau so in Euro-Buchgeld umwandeln, wie die Einnahmen von Bargeld im stationären Handeln! Einfacher wäre dies natürlich, wenn ein paralleles Netzwerk von beispielshaft Bitcoin Akzeptanzstellen besteht.

Kommt bald der E-Euro?

Da sich der Bitcoin durch seine hohe Volatilität auszeichnet, sprich einem gewissen Ausmaß an Schwankungen von Preisen-, Aktien- und Devisenkursen etc., ist jedes Unternehmen wohl schnell dabei wenn es heißt, Ihre eingenommen Kryptowährungen umzutauschen. Denn niemand würde sich bzw. seine Einnahmen dem Risiko aussetzen, dass diese in der kommenden Woche eventuell 15 Prozent weniger wert sind, als zum Zeitpunkt des Erhalts. Deswegen ist die Überlegung der EZB zur Schaffung eines digitalen Zwillings, einem sogenannten E-Euros ein guter Ansatz, denn Innovationen wie Bitcoin oder Digitalwährungsprojekte von Facebook, zwingen große Banken auf der ganzen Welt, immer mehr zum Handeln! Mit dem angedachten E-Euro sollten alltägliche Zahlungen, schnell und sicher abgewickelt werden. Die EZB und andere nationale Zentralbanken befassen sich derzeit mit den potenziellen Vorteilen und Risiken eines digitalen Euros.

Als erstes Land weltweit, hat El Salvador im September 2021, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. Transaktionen können seitdem auch per App mit Digitalwährungen neben dem US-Dollar getätigt werden. Panama will dem folgen, wie in einer vergangenen Parlamentssitzung beschlossen worden ist. Die Rahmenbedingungen zur Nutzung von Vermögenswerten in Kryptowährungen soll nun in einem Gesetz festgelegt werden. Aber auch Unternehmen wie Ebay hatte bereits verkündigt, Kryptowährungen als alternative Zahlungsmöglichkeit in Betracht zu ziehen und diese zu prüfen.

Finanzexperten sehen Kryptowährungen als Massenzahlungsmittel allerdings weiterhin kritisch, auch wenn diese immer breitere Akzeptanz finden. Gründe hierfür sind unteranderem, die begrenzte Anzahl an möglichen Transaktionen, da die aktuellen Blockchains nur ca. 10-15 Transaktionen pro Sekunde erlauben. Eine Kooperation mit dem Zahlungsdienstleister PayPal könnte hierbei schnell an Ihre Grenzen stoßen. Hohe Gebühren bei Transkationen mit Kryptowährungen können für den Verbraucher im Alltäglichen zu teuer sein und dementsprechend weniger attraktiv sein. Zu guter Letzt sorgen die enormen Kursschwankungen im Krypto-Handel dazu, das Verbraucher dem noch eher kritisch gegenüberstehen und Bitcoin und Co., mittelfristig nicht als Ersatz für die gegenwärtigen Zahlungsmittel sehen.

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